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Michèle Sierro

Leiterin Kommunikation Romandie

12.12.2019

Beitrag von: Michèle Sierro

Förderung des Tierwohls – Neuer Jahresbericht zum Tierschutz in der Pharmaindustrie

Um die Bedingungen bei Tierversuchen und den Schutz von Labortieren stetig zu verbessern und zu fördern, wurde 2010 von der forschenden Pharmaindustrie der Schweiz die Tierschutzcharta ins Leben gerufen. Im heute publizierten Jahresbericht informieren die Interpharma-Mitgliedsfirmen über konkrete Forschungsprojekte im Bereich 3R (Reduce, Replace, Refine) und Alternativmethoden sowie über die Fortschritte zum Wohle des Tieres.

Die forschende Pharmaindustrie erfüllt in der Schweiz die Auflagen einer der weltweit striktesten Tierschutzgesetzgebungen. Die Interpharma-Mitgliedsfirmen sind sich ihrer Verantwortung bewusst und sind basierend auf der im Jahr 2010 geschaffenen Zehnpunktecharta bestrebt, die hohen Standards bei Tierversuchen durch konkrete Projekte laufend weiterzuentwickeln und weltweit Verbesserungen zu implementieren.

Der lange Weg zum Medikament

In einem Medikament stecken jahrelange Präzisionsarbeit und interdisziplinäre Expertise. Bevor ein neuer Wirkstoff in klinischen Studien an Menschen getestet werden darf, muss er in der präklinischen Phase einige Prüfungen am Tier bestehen, um die Sicherheit für den Menschen zu garantieren. Obwohl es der Forschergemeinde durch grossen Einsatz gelungen ist, viele Tierversuche durch alternative Methoden zu ersetzen, ist es bis heute unerlässlich, in einem beschränkten Masse Arzneimittel nach wie vor an Tieren zu testen. «Im Bewusstsein, dass Tierversuche für den medizinischen Fortschritt nach wie vor unerlässlich sind, geht es darum, diese möglichst aussagekräftig und gleichzeitig schonend zu gestalten (refine), ihre Zahl auf das Notwendige zu beschränken (reduce) und Ersatzmethoden zu entwickeln, zu fördern und wo immer möglich anzuwenden (replace)», betont René Buholzer, Geschäftsführer von Interpharma.

Konsequente Umsetzung der 3R-Prinzipien

Die forschenden pharmazeutischen Firmen richten sich konsequent nach den 3R-Tierschutzprinzipien und forschen ständig nach weiteren Verbesserungen. So verleihen einzelne Mitgliedsunternehmen von Interpharma jährlich 3R-Awards, mit denen sie wegweisende interne Projekte und Erkenntnisse auszeichnen, sie veranstalten internationale 3R-Tage für ihre Mitarbeitenden und fördern externe 3R-Forschungsprojekte. Die Suche nach Alternativmethoden lohnt sich für die Tiere und die Firmen, denn Alternativmethoden sind meistens weniger kostenintensiv und liefern besser reproduzierbare Resultate als Versuche mit Tieren. Um einen Einblick in die aktuelle Forschung zu gewähren, werden im diesjährigen Jahresbericht einige Beispiele für 3R-Awards und für Alternativmethoden vorgestellt.

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